Geschäftsidee Immobilienmakler

Selbstständig machen als Immobilienmakler

Der Immobilienmarkt ist sehr komplex und für den Laien nicht unbedingt auf den ersten Blick zu überschauen. Wer eine Immobilie verkaufen oder vermieten will, ist meistens auf Hilfe eines Fachmannes angewiesen und beauftragt einen Immobilienmakler. Vor allem in unserer heutigen Zeit, die geprägt ist von einer hohen Zahl an kaufwilligen Interessenten und einem überschaubaren Angebot auf Objektseite, sind Immobilienmakler sehr gefragt.

Neben dem Verkaufen und Vermieten von Immobilien aller Art  bieten Immobilienmaklern weitere Dienstleistungen wie zum Beispiel das Begutachten von Grundstücken und Gebäuden, das Erstellen von Marktanalysen, das Prüfen von Objektunterlagen, das Analysieren bestehender Mietverträge sowie die kompetente Beratung vor dem Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrages.

Wer als Immobilienmakler erfolgreich sein will, muss in erster Linie ein guter Verkäufer sein, sollte überzeugen können und Verhandlungsgeschick besitzen. Nur wer seinen Kunden kompetente Beratung bieten kann und zielgerichtete Verkaufsgesprächen führen kann, wird langfristig Erfolg haben.

Voraussetzungen

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass alle Inhalte dieser Seite als unverbindliche Informationen gelten und keine rechtlich Beratung darstellen. Vor einer Existenzgründung als Immobilienmakler empfehlen wir Ihnen eine Beratung bei den Berufsverbänden, der IHK oder einer spezialisierten Gründerberatung.

Fachliche Kompetenz
Für die Existenzgründung als Immobilienmakler gibt es keine fachlichen Zugangsbeschränkungen. Das heißt: jeder kann – zumindest theoretisch – Immobilienmakler werden. In der Praxis wird sich jedoch schnell zeigen, dass es ohne Fachkenntnisse nicht geht. Eine Ausbildung als Immobilienkaufmann ist eine ideale Grundlage für die Maklertätigkeit.

Persönliche Eignung
Verhandlungsgeschick, Überzeugungskraft und gute Menschenkenntnis sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Existenzgründung als Immobilienmakler. Weiterhin sind Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und seriöses Auftreten  gefragt. Die
Selbstständigkeit verlangt zudem ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft.

Rechtliche Bestimmungen
Immobilienmakler führen eine gewerbliche Tätigkeit aus, für die sie eine behördliche Erlaubnis – die Genehmigung nach § 34 c GewO – benötigen. Es besteht außerdem eine gesetzlich geregelte Fortbildungspflicht – mindestens 20 Stunden Weiterbildung innerhalb von drei Jahren sind vorgeschrieben.

Gründungsformalitäten

Erfolgreiche Gründungen basieren auf einem guten Plan. Darum sollte jeder, der sich mit dem Gedanken trägt Immobilienmakler zu werden, zunächst einen Businessplan erstellen. Wer Fördermittel beantragen will, kommt um die Erstellung des Gründungskonzeptes ohnehin nicht vorbei.

Mithilfe des Businessplans wird eine Strategie erarbeitet, Chancen und Risiken des Vorhabens dargestellt sowie eine Finanzplanung durchgeführt. Der Businessplan sollte als Strategiepapier verstanden werden, denn er beleuchtet nicht nur die Gründungsphase sondern hält auch Zielstellungen fest,

Wir stellen Ihnen gern ein kostenloses Muster eines Businessplans für Immobilienmakler zur Verfügung.

Verdienstmöglichkeiten als Immobilienmakler

Immobilienmakler erhalten für die Vermittlung von Immobilien eine Provision. Die Höhe der Maklerprovision bei Grundstücksgeschäften ist nicht gesetzlich geregelt (abgesehen vom Tatbestand des Wuchers), sie kann frei vereinbart werden. Sie ist regional sehr unterschiedlich, üblich sind zwischen 3 und 5 % des Kaufpreises zuzüglich Umsatzsteuer.

Wohnungsvermittler müssen sich an die Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung halten. Es begrenzt die Provision auf max. zwei Monatsmieten zuzüglich Umsatzsteuer.

Die Kosten eines Immobilienmaklers werden durch mehrere Faktoren bestimmt, je nach Geschäftsmodell können sie erheblich variieren. Wichtige Positionen sind zum Beispiel:

  • Kosten der Vermarktung (z.B. Gebühren für Immobilienportale)
  • Aufwendungen für das Maklerbüro
  • Personalkosten
  • ggf. Franchise-Gebühren
  • Kosten für Werbung, Maklersoftware, Internetseite, etc.
  • Versicherungen
  • Steuern

Das Einkommen des Immobilienmaklers wird letztendlich einerseits durch die Kostenstruktur und andererseits durch persönlichen Fleiß und Zielstrebigkeit bestimmt. Der durchschnittliche Jahresverdienst liegt zwischen 50.000 und 90.000 €.